Cannabis bei Glaukom (Grüner Star): „Medizinisch sinnvoll“

Die Selbsthilfeorganisation Bundesverband AUGE e.V. hat sich als eine von sehr wenigen Organisationen in Deutschland sehr deutlich für Cannabis als Medizin ausgesprochen. Hier drei Zitate aus dem unten verlinkten Interview und dem Offene Brief.

„Der Bundesverband AUGE e.V., eine Patientenorganisation, fordert von der Bundesregierung die unbürokratische Freigabe von Cannabis zur ärztlichen Therapie von schwersehbehinderten Patienten mit Glaukom (Grüner Star), bei denen die Erblindung droht. Gleichzeitig fordern wir die Kostenerstattung für ärztlich verordnetes Cannabis durch die gesetzlichen Krankenkassen. Cannabis lindert nicht nur die Schmerzen, sondern kann auch den Augeninnendruck, einer der wesentlichen Risikofaktoren beim Glaukom, erheblich senken. Betroffen sind in Deutschland geschätzte 10.000 Patienten.“

„Wissenschaftliche Studien in den USA, Kanada und England belegen, dass Cannabis signifikant den Augeninnendruck senken kann, gerade dann, wenn alle anderen therapeutischen Maßnahmen versagen. Menschen, bei denen die Erblindung droht, nehmen gerne die Nebenwirkungen der schwach dosierten Cannabismedizin in Kauf. Für diese Patienten ist Cannabis der letzte Strohhalm.“

„Ich hab mich ja schon vor 25 Jahren mit Cannabis beschäftigt, weil ich damals eine Anfrage hatte, in der eine Firma wissen wollte, ob es Sinn macht, Cannabis zur Glaukom-Behandlung einzusetzen. Damals habe ich ein Gutachten geschrieben, und bin zu dem Schluss gekommen, medizinisch wäre es sinnvoll, weil es wirkt, aber ich glaubte nicht, dass die regulatorischen Probleme beherrscht werden können. Und das ist heute noch so.“

Das letzte Zitat stammt von Prof. Dr. Helmut Höh, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg.

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