ACM-Patiententelefon

Seit Anfang April läuft die Hotline für Cannabis-Patient*innen, die ich mit betreue.

Die offizielle Seite des ACM-Patiententelefon lautet cannabis-patiententelefon.de

Material

Da wir sie zahlreichen Anrufer empfohlen haben, hier eine Liste mit den wichtigsten Informationsquellen:

Video: Cannabispatient gerät in Polizeikontrolle – Besser mit Cannabinoidausweis!

Passend dazu: Sehr empfehlenswert: Ein Artikel aus der Zeitschrift der Deutsche Polizei Gewerkschaft, Ausgabe 08 2017 Seite 1 sowie 18-21 sowie ein Artikel aus der Ärztezeitung.

Den Cannabinoidausweis könnt ihr auf dieser Seite kostenlos bestellen oder einfach selbst ausdrucken. Eigentlich muss man als Patient nichts bei sich führen, daher gibt es auch keinen „offiziellen“ Ausweis. Der Ausweis ist im Prinzip nichts anderes als ein Vordruck für den Arzt.

In den kommenden Tagen wird mein eigener Ratgeber erscheinen: Cannabis als Medizin – Praxis-Ratgeber für Patienten, Ärzte und Angehörige. Sie können das Buch unter Angabe Ihrer Adresse bereits vorbestellen.

Über das Angebot

„Mit dem Angebot sollen Patient*innen eine kompetente Auskunft rund um das Thema Cannabis als Medizin erhalten. Dies umfasst allgemeine Fragen zu den Möglichkeiten einer Therapie mit Cannabis sowie Hilfestellung bei Problemen z.B. der Arztsuche, der Kostenübernahme oder beim Führerschein. Unsere Berater informieren über die rechtlichen Möglichkeiten in Deutschland und geben allgemeine Auskunft zur Wirksamkeit von Cannabis bei bestimmten Diagnosen. Wir wollen die Anrufer mit qualitätsgesicherten und unabhängigen Informationen wie sie auf der ACM-Website und im ACM-Magazin zu finden sind, versorgen.“

Wir wollen Probleme lösen, die einer Therapie mit Cannabis im Weg stehen. Zudem sollen die Ärzte informiert und entlastet werden, indem wir Patienten mit Informationen und geordneteten Akten versorgen.

In der Testphase bis Mitte Mai wird die Nummer 0800 0226622 an jedem Freitag zwischen 11-13 und 14-16 Uhr besetzt sein. Das Angebot wird nach der Testphase kontinuierlich weiterentwickelt und zeitnah bedarfsgerecht ausgebaut.

Dieser 0800-Service ist für Anrufende kostenlos.

ACM-Patienten Telefon: 0 800 0226622 – freitags von 11-13 und 14-16 Uhr

ACM beschließt Unterstützung für Patienten bei einem Antrag auf den Eigenanbau

„Eigentlich sollte das Gesetz aus dem Jahr 2017 dieses Problem lösen und den Eigenanbau überflüssig machen.“

Es gibt weiterhin Patienten, die keine Übernahme für ihre Therapie mit Cannabisblüten erhalten haben. Lehnt die Krankenkasse den Antrag ab, bleibt nur der Klageweg. Auch dies führt nicht immer zu einem Erfolg.

Unter diesen Patienten ist auch ein signifikanter Anteil derer die vor dem neuen Gesetz eine Ausnahmegenehmigung erhielten. Für Patienten ohne Kostenübernahme liegen die gleichen Voraussetzungen wie im Fall Michael F.. Dieser Patient hatte 2017 durch eine erfolgreiche Klage eine Genehmigung für seinen Eigenanbau erhalten.

Das BfArM lehnt aktuell Anträge auf Eigenanbau generell ab. Alternativ bittet die Behörde die Patienten den Antrag zurück zu ziehen. Dieser sei – laut BfArM – eh chancenlos. Daher sollte er besser zurückgenommen werden um damit eine kostenpflichtige Anlehnung zu vermeiden.

Daher freut es mich sehr dass in den ACM-Mitteilungen vom 25. August 2018 zu lesen ist:

„der Vorstand der ACM hat beschlossen, 2 bis 3 Patienten bei einem Antrag auf den Eigenanbau von Cannabis juristisch zu unterstützen. Einer wird der Patient mit Cluster-Kopfschmerzen sein, der vor dem zuständigen Landessozialgericht und dem Bundesverfassungsgericht unterlegen ist. Da in einem früheren Verfahren vor einem Verwaltungsgericht der Krankenkasse später einfiel, die Kosten doch noch zu übernehmen, wollen wir diesmal gleich mehrere Patienten unterstützen. Später hat dieser Patient doch noch erfolgreich sein Recht auf Eigenanbau durchsetzen können.“ [weiterlesen]

Kriterien für Bewerber

Der ACM sucht nun Patienten mit guten Voraussetzungen für die Klagen.

„Geeignete Bewerber für eine Unterstützung durch die ACM sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:
1. Sie sollten eine Ausnahmeerlaubnis der Bundesopiumstelle zur Verwendung von Cannabisblüten nach § 3 Abs. 2 BtMG bekommen haben (zwischen 2007 und 2017).
2. Ihre Krankenkasse sollte die Kostenübernahme für eine Therapie mit cannabisbasierten Medikamenten abgelehnt haben.
3. In einem Verfahren vor einem Sozialgericht sollte diese Ablehnung als rechtsgültig bestätigt worden sein.

Interessierte wenden sich bitte an die ACM unter info@cannabis-med.org

Es gibt grundsätzlich darum, dass Patienten, die Cannabis benötigen, aber keine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse bekommen, dann der Eigenanbau erlaubt sein sollte.“

Cannabis-Patientengruppe Berlin

Die Berliner Cannabis-Patientengruppe ist ein unabhängige Selbsthilfegruppe zum Thema Medizinalcannabis in Berlin. Sie veranstaltet regelmäßig offene Treffen in den Räumen der Berliner AIDS-Hilfe. Die Gruppentreffen bieten:

– Austausch von Erfahrungen und Informationen
– Auskunft von Patient zu Patient
– Kontakt zu anderen Patienten mit der gleichen Diagnose oder ähnlichen Problemen.

Zeit und Ort der Treffen

Die Treffen findet immer am 1. Freitag in den Räumen der Berliner AIDS-Hilfe statt. Wichtig: Am 3. Freitag finden KEINE Treffen mehr statt.

Das Treffen beginnt um 18:30 Uhr in den Räumen der Berliner AIDS Hilfe, Kurfürstenstraße 130, 5. Stockwerk.

Bitte kommt pünktlich bzw. überpünktlich ab 18 Uhr ins Cafe Ulrich. Wir treffen uns üblicherweise im Cafe Ullrich (gleiches Gebäude) und gehen gemeinsam hoch. Oder manchmal auch nicht, dann bleiben wir im Cafe sitzen – dort sollte man auf jeden Fall zuerst nachsehen.

Die Treffen stehen jedem offen, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Der Zugang ist barrierefrei, Hunde sind leider nicht gestattet.

Die Gruppe trifft sich regelmäßig an jedem 1. Freitag im Monat.  Termine im Jahr 2019:

1.2. 1.3. 5.4. 3.5. 7.6. 5.7. 2.8. 6.9. 4.10. 1.11. 6.12.

Zur Vernetzung gibt es auch die Mailingliste Cannabis als Medizin Berlin.

Berliner Aids-Hilfe e.V. Kurfürstenstraße 130 10785 Berlin Website der BAH.

Wegbeschreibung ab U Nollendorfplatz

Richtung Norden (Nicht die Seite mit dem „Kaisers“) in die Karl-Heinrich-Ulrich Straße (Zwischen Alnatura rechts und Creditreform links). Die Kurfürstenstraße 130 ist an der nächsten Kreuzung (Karl-Heinrich-Ulrich / Kurfürstenstraße) auf der linken Seiten.

Im gleichen Gebäude (kommt man zuerst dran vorbei, Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße Ecke Ahornstraße) ist auch das Cafe Ulrich. Dieses gehört auch zur BAH und wird als Treffpunkt genutzt werden.

Kontakt: max@besserleben mit cannabis punkt de (Leerzeichen löschen und Punkt durch . ersetzen)

Über die Gruppe

Die Gruppe sucht Kontakt zu anderen Selbsthilfegruppen und die Vernetzung mit Ärzten, Anwälten und anderen Institutionen. In der Öffentlichkeit ist die Gruppe Ansprechpartner für Medien, Politik und Interessenten und bietet eine Plattform für die Stimmen der Patienten.

Die Berliner Cannabis-Patientengruppe ist die einzige aktive Gruppe zu diesem Thema in Berlin. Im Anfang nannten wir uns „Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin Berlin“. Selbstorganisierte und regelmäßige Treffen als unabhängige Gruppe gibt es Juni 2014, also seit mehr als 3 Jahren. Auf unserem aktuellen Flyer haben wir dann den Namen Cannabis-Patientengruppe Berlin gewählt, die alte Bezeichnung ist aber noch im Umlauf.

Im Anfang trafen wir uns in den Räumlichkeiten des Deutschen Hanfverbandes. Mit dem Umzug in die Räumlichkeiten der Berliner AIDS Hilfe knüpften wir örtlich an eine vergangene Gruppe zum Thema, die es vor 10-20 Jahren bereits einmal gab an. Einige Teilnehmer sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM) und der Teilorganisation Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin (SCM), trotzdem ist die Berliner Gruppe eigenständig.

Ausdifferenzierung nach Diagnosen, Themen und Städten

Wer sich für seine Diagnose oder das Fachgebiet seiner Diagnose mit weitere Patienten treffen möchte, kann gerne die regulären Termine mitnutzen. Wir haben bei der BAH mehrere Räume zur Verfügung und es können sich problemlos – ggf. nach einem gemeinsamen Teil zu Beginn – Untergruppen nebenan parallel treffen. Damit können wir am 21.7. gerne beginnen.

Wenn es für einzelne Diagnosen Personen gibt, die sich um solche Untertreffen kümmern möchten, können sich diese gerne bei mir melden. Die Untergruppen könnten dann auch Selbsthilfegruppen zu ihrer Diagnose zu den Treffen einladen. Ich könnte mir gut vorstellen dass dies einen guten Austausch ergeben könnte.

Wenn sich feste Untergruppen gefunden haben und der Wunsch besteht, die Räume können auch am 2. und 4. Freitag im Monat genutzt werden. Solche zusätzlichen Termine ink. dem Orgaaufwand würde ich aber erst ausrufen falls es die Notwendigkeit dazu gibt.

Unterstützung für neue Gruppen

Dazu einfach bei mir melden.

  • eine passende Mailingliste diagnose@lists.besserlebenmitcannabis.de
  • eine Seite mit Kontaktdaten und einem Hinweis auf die Liste auf besserlebenmitcannabis.de die auf der Seite der Selbsthilfegruppe verlinkt wird.
  • eine Facebookgruppe dazu, falls es nicht schon eine gibt.

Das Gleiche gilt auch für Gruppen, die sich zu einem bestimmten Thema oder in einer anderen Stadt organisieren möchten.