Aktuelle CME-Fortbildungen „Medizinisches Cannabis“

Um zu schauen welche Möglichkeiten Ärzte und Apotheker haben um sich im Bereich Cannabis als Medizin fortzubilden, habe ich mir einen Überblick über einige aktuelle Angebote gemacht. Vielleicht ist die Liste für den einen oder anderen Arzt bzw. Patienten zur Weiterreichung an ihren Arzt hilfreich. Auf jeden Fall hat mir die Suche gezeigt: „Wer suchet, der findet.“. Es muss natürlich noch sehr viel mehr gemacht werden, aber wer Fortbildung will, findet auch ein Angebot.

Eine ganze Leitlinie für den Einsatz von Cannabis hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin veröffentlicht. Neben den spefizischen Informationen bzgl. Schmerzen sind darin auch zahlreiche allgemeine Angaben enthalten, die den Einsatz von Cannabis bei anderen Diagnosen als Grundlage genommen werden kann.

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Einladung: Der Robin Hood des Cannabis & Wie spreche ich mit meinem Arzt über Cannabis?


Hallo

die Cannabis-Patientengruppe Berlin lädt zu ihren Video-Treffen via jitsi im Februar ein. Die beiden Treffen finden wie immer am 3. Freitag des Monats statt.

Am 19.2. findet ihr uns im jitsi-Raum unter https://meet.jit.si/Besserlebenmitcannabis bzw. in der App „Besserlebenmitcannabis“

Programm – Treffen am 19.02.2021

– Session #1 17 Uhr
Grußwort an die Patientengruppe Berlin von Rinus Beintema mit anschließender Fragerunde.
Was bietet der „Robin Hood van de Cannabis“ niederländischen Patienten, was treibt ihn an, wie ist das überhaupt rechtlich möglich und wie kann sein Projekt deutschen Patienten helfen. Moderation: TIm Freese, Geschäftsführer von Medican Campus Deutschland. Die Veranstaltung ist – insbesondere auch für Journalisten, Blogger etc. – öffentlich.

Mehr zur Person Rinus Beintema

– Session #2 19 Uhr

Abends wollten wir das Thema „Das erste Mal beim Arzt wegen Cannabis/mit Arzt sprechen über Cannabis sprechen/Arztbesuch vorbereiten“ behandeln. Also erstmal Input von uns zur Infos und dann Diskussion und Austausch und eurer Erfahrungen. Insbesondere unseren Teil wollen wir auch wieder aufzeichnen. Continue reading

Wie finde ich einen Arzt für eine Therapie mit Cannabis?

Wie finde ich einen Arzt für eine Therapie mit Cannabis?

Ratschläge und Auskunft aus der Beratungspraxis von Maximilian Plenert und Stefan Konikowski von der Cannabis-Patientengruppe Berlin. Zusammenfassung der Vortrages, die Aufzeichnung des Video-Treffen via jitsi am 15.01.2021 findet ihr hier auf Youtube.

Mehr zu unseren Treffen und Angeboten gibt es unter https://yopad.eu/p/CannabisMedizinOnlineJitsi-365days sowie https://besserlebenmitcannabis.de/treffen-des-selbsthilfenetzwerks-cannabis-medizin-berlin/

1. Im besten Fall ist der bisherige Haus- oder Facharzt bei dem man in Behandlung ist bereit eine Cannabis-Therapie zu starten. Was natürlich der beste Fall ist, da man sich schon kennt und der behandelnde Arzt den besten Überblick über den Krankheitsverlauf und der zum Einsatz gekommenen Therapien hat.
 
2. Leider sind viele Ärzte nicht bereit sich mit dem Thema Cannabis zu befassen, was dazu führt das viele Patienten wahre Odysseen hinter sich haben um einen Arzt zu finden. In ländlichen Gegenden bzw. bestimmten Diagnosen ist es teilweise fast unmöglich.

3. Trotzdem – Viele Ärze sind prinzipiell offen für Cannabis, wenn es nach ihrem ersten Eindruck Sinn macht, haben aber zu wenig Wissen und Erfahrung um damit eine Behandlung anzubieten. Es kann sich lohnen das Thema immer wieder anzusprechen, seriösen Informationsmaterial anzubieten und dem Arzt genug Zeit zu lassen sich mit dem Thema vertrauter zu machen. Continue reading

Rinus Beintema - "Robin Hood van de Cannabis"

Rinus Beintema – „Robin Hood van de Cannabis“

Gastbeitrag von Tim Fresse

Rinus, der von den Medien als „Robin Hood van de Cannabis“ bezeichnet wird, ist ein alter Hase im Niederländischen Cannabis-Geschäft.

Er wuchs auf in Amsterdam Nord nachdem seine Eltern aus Friesland in die Niederländische Metropole zogen. Diese Zeit prägte Rinus sehr, da er in schwierigen Verhältnissen aufwuchs. Im Alter von 18 Jahren wurde er das erste mal wegen gewaltsamen Diebstahls straffällig und verbrachte eine Zeit im Gefägnis.

Nach seinem Gefägnisaufenhalt gab es für ihn als ehemaligen Straftäter kaum Chancen auf legale Weise sein Geld zu verdienen und er begann mit dem Anbau von Cannabis seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Darin war er so erfolgreich, dass er im Laufe von 15 Jahren ein beachtliches Netzwerk von Züchtern in der Friesischen Provinz aufbauen konnte. Mit diesen Züchtern ist er bis heute in enger Freundschaft verbunden. Continue reading

AOK Nordost beklagt "Überlastungssituation"

AOK Nordost beklagt „Überlastungssituation“

Ein Patient hat mir ein aktuelles Schreiben seiner Krankenkasse an das Sozialgericht zukommen lassen. Zum Hintergrund: Er hat seinen Antrag Januar 2018 gestellt und nach langem Warten Anfang 2020 erst seine Klage gegen die dann erfolgte Ablehnung einreichen können.

150% Auslastung

Die Krankenkassen, die AOK Nordost beklagt in dem Schreiben die zahlreichen Klagen, die gegen sie laufen. Eine Auswertung der Akten ergab eine Zahl von über 500 Fällen. Die Kapazitäten der Rechtsabteilung belaufen sich auf maximal 350 Fälle. Aktuell würden Kollegen aus anderen Bereichen eingearbeitet. Dies würde aber erst einmal zu weiteren Verzögerungen führen: Eine Verbesserung sei erst im Herbst zu erwarten.

Bitte um stillschweigende Fristverlängerung

Im konkreten Fall konnte  eine Stellungnnahme zu einem Schreiben des Gerichtes vom 30.11.2020 noch immer nicht bearbeitet werden. Mit einer Antwort durch die Krankenkassen sei für „nicht vor Ende Februar 2021“  abzusehen…

Rechtliche Konsequenzen? Einzelfall?

Was ich nicht absehen kann sind die rechtlichen Konsequenzen aus solchen Problemen, für die der Patient offentsichtlich nichts kann. Wie lange lassen Gerichte einen Patienten warten bevor sie anstatt der Kasse dem Patienten zumindest eine vorläufige Versorgung bis zum Ende der Hauptverhandlung zusprechen? Ich werde versuchen hierzu eine Stellungnahme von einem Juristen zu erhalten.

Ebenfalls möchte ich alle Cannabis-Patienten, die ebenfalls klagen und ein ähnliches Schreiben erhaltren haben, bitte mir dieses zukommen zu lassen, natürlich anoymisiert – alleine der Name der Krankenkasse und das Datum wären wichtige Metainformationen.

Überlasten speziell die Cannabis-Patienten die Krankenkassen? Gut möglich!

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