330.000 registrierte Cannabis-Patienten in Kanada

Für das Potenzial von Cannabis als Medizin liegt meine Schätzung seit langem bei etwa 1% der Bevölkerung bis 1 Millionen Menschen. Diese Menschen sind mittel- bis schwerkrank und könnten durch Cannabis als reale Therapieoption ihr Leiden mindern. Nicht jedem hilft Cannabis und bei einigen wird der Nutzen „nur“ gering sein, für das Leben eines chronisch kranken Menschen ist es ein Gewinn an Lebensqualität. Alleine dieser Nutzen sollte den Einsatz von Cannabis rechtfertigen.

Ursprünglich wollte ich meinen Wert – basierend insbesondere auf Angaben von Dr. Grotenhermen – nochmal sauber herleiten. Allerdings hat die rasante Entwicklung im Bereich Cannabis in Kanada die Notwendigkeit obsolete gemacht.

Dort sind inzwischen 330.000 Personen bei einem Anbieter für medizinisches Cannabis als offizielle Patienten registriert laut Health Canada. Die Aussagekraft der Zahl wird gemindert durch die Möglichkeit sich bei mehreren Anbietern gleichzeitig anzumelden. Diese Zahl entspricht bis zu 0,9% der Bevölkerung Kanadas. Übertragen auf Deutschland wären dies 750.000 Personen. Damit sind meine Werte von 1% bzw. 1 Millionen plausibel unter der Annahme dass die Menschen in Kanada in etwa so krank wie in Deutschland sind und die Systeme mittelfristig etwa die gleichen Möglichkeiten bietet. Aufgrund der demographischen Entwicklung Deutschlands und des Altersdurchschnitts der Bevölkerung, die weltweit zu den höchsten gehört, könnte es in Deutschland sogar mehr Patienten geben.

Berechnungsgrundlage für Deutschland / Kanada:

Bevölkerung 82,79 Millionen / 36,71 Millionen

Deutschland hat 2,25 mal so viele Einwohner wie Kanada. Die Zahl der Einwohner Kanadas entspricht etwa 45% der deutschen Bevölkerung.

Total number of client registrations at end of month (Jeweils Juni)
2018 n = 330758
2017 n = 201398 +64,23 %
2016 n = 75166 +167,94 %
2015 n = 23930 +214,11 %

Verhältnis 2018 / 2015: 14

Total number of shipments to registered clients during month
Juni 2018 135062
Juni 2017 103270 +30,79 %

ggf. liegt dies auch daran dass nun eher die weniger schweren Fälle dazukommen.

Veröffentlicht von

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.